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Montagdemos und AfD-Großdemo in Halle

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Foto von Hallespektrum.de

Ein Land hat nur dann eine Zukunft wenn es in die Zukunft schaut und an dieser Zukunft arbeitet. Wenn es mit dem Zukunftsbau aufhört und sein Kopf – und später auch den gesamten Körper – in die Vergangenheit umkehrt, riskiert es auch diese Vergangenheit zu wiederholen.

Man sollte daher klar zwischen der Meinungsfreiheit bei Politikgestaltung und der Nostalgie nach einer harten Hand – wie vor 80 Jahren – klar unterscheiden. Leider gerade der Letzte füllt den Inhalt von Protestkundgebungen der AfD auf. Es ist schade, dass viele anständige Menschen diesen Unterton hinter der angeblich aufrechten Fassade nicht merken.

Unsere Erfahrung mit diversen Diktaturen – die fast immer von judenfeindlich bis extrem antisemitisch gewesen sind – macht uns angesichts der vielen „freien Meinungsäußerungen“ bei AfD-Demos sehr beunruhigend. Dasselbe betrifft auch die s. g. „Montagdemos“ die hinter der USA- und Israel-Kritik die wahren Ziele zu verstecken versuchen.

Angesichts der für den 21.10.2015 angekündigten AfD-Demonstration in der Innenstadt, sowie für die Zeiten der Montagdemos am halleschen Marktplatz und in Anbetracht der Tatsache, dass das Gemeindezentrum in unmittelbarer Nähe zu den Demonstrationsorten sich befindet, bitte ich die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Halle aus Sicherheitsgründen vom Gemeindehaus in der Großen Märkerstraße zu dieser Zeiten fern zu halten. Das Gemeindehaus während dieser Kundgebungen bleibt geschlossen.